Sanierung der B 430 bei Wasbek
Bauphasen, Umleitungen und weiteres Vorgehen
Die angekündigte Sanierung der B 430 startet am 17. August 2026 zunächst mit einer Vorleistung im Bereich Wasbek. Dabei wird die Strecke rund um die A 7-Anschlussstelle Neumünster/Mitte zwischen dem Gartenweg und der Industriestraße in mehreren Bauphasen saniert.
Erste Bauphase: 17. August bis voraussichtlich 13. September 2026
In der ersten Bauphase wird der Bereich östlich der A 7-Brücke in Richtung Neumünster bis zum Gartenweg saniert. Während dieser Zeit ist die B 430 in diesem Abschnitt für den Verkehr in Richtung Neumünster und aus Richtung Neumünster kommend vollständig gesperrt. Auch die östliche Anschlussstelle Neumünster/Mitte ist gesperrt. Eine Abfahrt von der A 7 ist dort nur für Fahrzeuge möglich, die aus Richtung Flensburg/Kiel kommen und in Richtung Hohenwestedt weiterfahren möchten. Die Auffahrt auf die A 7 aus Richtung Hohenwestedt ist ausschließlich in Richtung Hamburg möglich. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV) empfiehlt folgende Ausweichmöglichkeiten:
- Verkehrsteilnehmer, die auf der A 7 aus Richtung Hamburg kommen und über die B 430 in Richtung Aukrug/Hohenwestedt fahren möchten, sollten bereits an der Anschlussstelle Neumünster/Nord abfahren und der ausgeschilderten Umleitung folgen.
- Wer aus Richtung Hohenwestedt/Aukrug kommend auf der A 7 in Richtung Flensburg/Kiel fahren möchte, sollte die Anschlussstelle Großenaspe nutzen.
- Zusätzlich wird der Verkehr über Neumünster/Nord, die L 328 bis Nortorf und anschließend über die L 121 bis Aukrug umgeleitet.
Eine weitere ausgeschilderte Umleitung im Ortsteil Innien auf Höhe des Bahnhofs über die Bargfelder Straße dient ausschließlich der Umleitung des Verkehrs im Ortsteil Böken, wo gleichzeitig Arbeiten an der Trinkwasserleitung stattfinden.
Zweite Bauphase: voraussichtlich 14. September bis 21. November 2026
Voraussichtlich ab dem 14. September wird die B 430 in Richtung Aukrug/Hohenwestedt gesperrt. Der überörtliche Verkehr muss daher weiterhin die bereits beschriebene Umleitungsstrecke nutzen. Ziel ist es, die Verbindung zwischen der A 7 und dem Gewerbegebiet Wasbek (Industriestraße) möglichst zügig zu sanieren. Für diesen Abschnitt sind etwa vier Wochen, witterungsbedingt maximal sechs Wochen, vorgesehen. Dadurch soll die Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Umleitungsstrecke möglichst gering gehalten werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird bis voraussichtlich 21. November 2026 die Kreuzung Industriestraße/B 430 saniert. Ab dem 21. November soll der Baustellenbereich wieder in alle Richtungen – zunächst noch eingeschränkt – befahrbar sein. Zu diesem Zeitpunkt werden allerdings noch Restarbeiten durchgeführt.
Weitere Sanierung der B 430 verschiebt sich
Die weitere Sanierung der B 430 wird nicht wie ursprünglich angekündigt im Jahr 2027 fortgesetzt. Hintergrund sind Gespräche mit den Gemeinden Hohenwestedt und Aukrug. Beide Gemeinden haben sich inzwischen dafür ausgesprochen, die weitere Baustrecke in mehrere Abschnitte aufzuteilen. Darüber hinaus hat der Bundestag im Rahmen des Infrastrukturpakets kürzlich Erleichterungen im Vergaberecht für Großprojekte beschlossen. Dadurch können unter bestimmten Voraussetzungen auch sogenannte Fachlose, beispielsweise für Straßen- und Brückenbau, zusammengefasst werden, wenn dies zu einer schnelleren Umsetzung führt.
Der LBV berücksichtigt daher den Wunsch der beiden Gemeinden und erarbeitet derzeit ein angepasstes Sanierungskonzept mit einer zusätzlichen Abschnittsteilung an der L 121 bei Aukrug. Ein Baubeginn Anfang 2027 ist allerdings nicht mehr realisierbar. Die Bauvorbereitung für den Straßenbau ist aufgrund des geplanten zeitlichen Vorlaufs beim Brückenbau noch nicht weit genug fortgeschritten. Ein späterer Baubeginn im Jahr 2027 wäre ebenfalls problematisch: Bei einem Start zur Mitte des Jahres könnte das für den Bau besonders günstige Sommerhalbjahr nur teilweise genutzt werden. Dies würde einer zügigen Umsetzung der Maßnahme entgegenstehen. Aus heutiger Sicht wäre deshalb ein Baubeginn der weiteren Abschnitte frühestens Anfang 2028 sinnvoll. Eine abschließende Bewertung der konkreten Terminfolgen auf Grundlage der neuen Planungen steht noch aus.
Sanierung der L 121 soll vorgezogen werden
Die durch die Verschiebung gewonnene Zeit soll genutzt werden, um andere wichtige Strecken im Umfeld zu sanieren. Insbesondere der Abschnitt der L 121 zwischen Aukrug und Hennstedt soll möglichst bereits 2027 ertüchtigt werden. Dadurch könnten Pendlerinnen und Pendler zwischen Aukrug und Hohenwestedt künftig auf die L 121 und L 123 ausweichen. Die Verschiebung der weiteren B-430-Sanierung hat zudem den Vorteil, dass ein zeitlicher Konflikt mit dem geplanten Ersatzneubau des Überführungsbauwerks an der Autobahnanschlussstelle Neumünster/Nord durch die Autobahn GmbH vermieden wird.
Geplanter weiterer Bauablauf ab 2028
Nach ersten Überlegungen soll 2028 mit dem Abschnitt zwischen Aukrug (L 121) und Hohenwestedt (L 123) begonnen werden. Damit sollen weitere Überschneidungen mit Baumaßnahmen auf der vorgesehenen Umleitungsstrecke über die L 328 und L 121 vermieden werden. Gleichzeitig setzt sich der LBV dafür ein, die L 121, insbesondere die Abschnitte zwischen Nortorf und Gnutz sowie im Bereich Aukrug, in das Erhaltungsprogramm für Landesstraßen aufzunehmen. Ziel ist es, die L 121 möglichst vor der späteren Sanierung des Abschnitts Wasbek bis zur L 121 zu ertüchtigen. Dadurch könnte die Umleitungsstrecke rechtzeitig auf die zusätzlichen Verkehrsbelastungen vorbereitet werden.
Wie geht es weiter?
Bis zu einer endgültigen Festlegung des weiteren Bauablaufs sind noch verschiedene Vorarbeiten und Abstimmungen erforderlich. In den kommenden Wochen und Monaten müssen daher noch zahlreiche planerische und organisatorische Aufgaben erledigt werden. Sobald die Planungen weiter konkretisiert sind, werden die beteiligten Gemeinden sowie die Bürgerinnen und Bürger zu einem Informations- und Abstimmungstermin eingeladen.