Aukruger Geschichte

Wiki der Geschichte

Georg Reimer hatte sich schon bevor er 1904 nach Aukrug kam mit heimatkundlichen Fragen beschäftigt und hielt im Winter 1905/06 vor dem landwirtschaftlichen Verein in Innien einen Vortrag über „Flurnamen und deren Bedeutung". Nach Beendigung des Vortrages sagte der Vorsitzende Claus Gloy: „Herr Reimer, Se möten uns de Geschicht von'n Aukrug schrieben!" Auf den Einwand, daß das Geld koste, antwortete der großzügige und weitblickende Amtsvorsteher ohne zu zögern: „Dat Geld gevt wi!"

Mit diesem Auftrag begann eine Forscherarbeit, die Georg Reimer nicht wieder losließ und ihn zu umfangreichen Studien in den Archiven von Nortorf, Kiel, Itzehoe und Schleswig trieb. 1913 konnte er im Selbstverlag die „Geschichte des Aukrugs" vorlegen. (Quelle: Geschichte des Aukrugs 1959, Seite 413)

1995 wurde die „Die Geschichte des Aukrugs“ letztmalig fortgeschrieben. Wie schon 1978 waren 19 Jahre seit der letzten Bearbeitung vergangen, bevor engagierte Autoren die Ereignisse festhielten und mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde als Buch veröffentlichen konnten. Rechnerisch war also bereits 2014 wieder eine Überarbeitung fällig. Zum 50. Jubiläum der Gemeinde ist nun die Entscheidung gefallen, dass unter der Federführung des Museumsvereins „Dat ole Hus“ die Dorfchronik als „Aukrug Geschichte Wiki“ fortgeführt wird.

Im ersten Schritt wurde dafür ein Server mit entsprechender Software angemietet und die Texte der Buchausgaben von 1978 und 1995 inklusive OCR-Texterkennung gescannt. Diese bilden mit rund 700 Seiten die Grundlage des Wikis und werden dort nach Start der Plattform in der Originalversion online lesbar sein.

Im zweiten Schritt, wird eine bearbeitbare Kopie der „alten“ Texte angelegt, die von ausgewählten Chronisten bearbeitet und ergänzt werden. Da zu jedem Artikel sogenannte Diskussionsseiten existieren, können diese für die Mitarbeit der Aukruger Bürger und anderer Interessierter genutzt werden, die dort eigenes Wissen in Form von Daten, Texten, Fotos und Kommentaren einbringen. Das „Aukrug Geschichte Wiki“ ist eine rein historische Plattform und keine Plattform für tagespolitische Themen. Ein Chronikteam überprüft vor der Veröffentlichung jeden textlichen und bildlichen Upload. Nach und nach entsteht so die neue „Die Geschichte des Aukrugs“ als lebendiges und fortlaufend aktualisiertes Archiv des Dorflebens.

Vision und Ziel der „Aukrug Geschichte Wiki“ ist, dass bis zum 900-jährigen Jubiläum Aukrugs im Jahr 2028 die Chronik auf den „ aktuellen Stand“ gebracht wird. Für den Zeitraum seit 1995 wollen wir die Geschichtsschreibung vervollständigen und ab 2020 zukünftig zeitnah dokumentieren. Der Museumsverein freut sich auf die aktive Mitwirkung der Aukruger Bürgerinnen und Bürger!

Hier gelangen Sie direkt zur Wiki der Aukruger Geschichte


Geschichte

Die „Geschichte des Aukrugs“ ist im gleichnamigen Buch festgeschrieben.

Die erste Ausgabe des Buches wurde 1907 beauftragt und erschien 1913; weitere Ausgaben und Überarbeitungen erschienen 1959, 1978 und 1995. Innien, der älteste Ortsteil, wurde bereits 1128 erwähnt.

Der Name Aukrug kommt von der plattdeutschen Bezeichnung „in de Aukrögen“ und heißt so viel wie „in den Krümmungen der Auen“.

Wohl aufgrund der zentralen Lage führten durch Aukrug mehrere historische Wege und Straßen. Nicht alle Bezeichnungen sind fest definierte Straßenbezeichnungen, sondern ein Geflecht von nebeneinander herlaufenden Wegen, von denen einige den Verlauf durch die Aukrugdörfer nahmen:

  • die Lübsche Trade, einem alten Handelsweg von Lübeck nach Dithmarschen
  • der Transitweg als Hauptverbindung von Altona zum Eiderkanal

Das Buch der Geschichte Aukrugs

Ausführlichere Informationen finden Sie im Buch, „Die Geschichte Aukrugs“, Ausgabe 1995. Sie erhalten es für 16 EUR im Bürgerbüro oder bei SKRIBO im Markantmarkt.

Bürgerbüro Aukrug
Am Raiffeisenturm 2
24613 Aukrug
Tel.: 04871/36-0
info@amt‑mittelholstein.de