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  • im grünen Herzen Schleswig-Holsteins!
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Mittelalter

Aus dem heute so genannten "dunklen Zeitalter", der Zeit des Übergangs vom Altertum zum frühen Mittelalter, liegen ansonsten auch für die Gegend in Mittelholstein kaum örtliche historische Berichte vor.

 

Von 811 bis 1864, also für mehr als 1000 Jahre, entsprachen der Fluss Eider in seinem frühen natürlichen Verlauf (seit 1895 im östlichen Bereich größtenteils mit dem Nord-Ostsee-Kanal vereint) und, in Verlängerung, die Levensau nördlich von Kiel (zumeist im 1776 - 1784 gebauten Eider-Kanal aufgegangen), der Südgrenze des dänischen Staates. In diesem langen Zeitraum galt der nördlich der Eider gelegene Landesteil Schleswig stets als dänisch. Der südlich gelegene, bis zur Elbe reichende Teil Holstein, zu dem die Aukrugdörfer gehören, war jedoch durch kriegerische Ereignisse und Erbfolgen vielfacher Splitterung und häufig wechselnder Herrschaft ausgesetzt. Grundsätzlich unterscheidet man für Holstein zwischen der Deutschen Zeit 811 - 1460 und der Dänischen Zeit 1460 - 1864, danach wieder deutsch.

 

1280 erhielt Rendsburg das Stadtrecht, während andere Quellen von einem Stadtrecht möglicherweise bereits um 1239 sprechen. Tatsächlich wurde das Stadtrecht aber 1339 nochmals von Graf Gerhard III. bestätigt, der Rendsburg auch ausgedehnte Ländereien zusprach. Rendsburg ist auch heute noch die Kreisstadt für Aukrug.

In Bünzen am Sportplatz befindet sich die frühmittelalterliche Burg Bori. Die Anlage gehört zu den sogenannten Motten, die ab dem 12. Jahrhundert verstärkt angelegt wurden. Steht man heute vor der sog. Bünzer Burg, so sieht man nur noch den Erdhügel, der die Jahrhunderte in erstaunlich guter Verfassung überdauert hat. Das Erbauungsdatum der Burg ist unbekannt. Als Burgherr wird gewöhnlich eine Familie Buntzinge genannt, die im Jahr 1351 für Bünzer urkundlich belegt ist.

 

Die Schlacht bei Bünzen unter der Führung von Gerhard den Großen gegen die Dithmarscher soll am 17. Juli 1317 gewesen sein. Hierüber berichtet der Chronist Presbyter Bremensis hundert Jahre später. Heutige Historiker bezweifeln jedoch die Wahrheit des Berichtes über eine Schlacht bei den Dithmarsischen Bergen.